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Geschichte der Elia-Kirchengemeinde

Seit 1988 steht an der Konrad-Adenauer-Straße in Langenhagen die Hufeisen-förmige Elia-Kirche und das zugehörige Gemeindezentrum. Damit ist sie die jüngste der vier Kirchengemeinden im Bereich der Kernstadt Langenhagen.

Die folgende Übersicht git einen kleinen Eindruck davon, wie es zur Neugründung der Gemeinde kam. Sie ist der Festschrift zum 30-jährigen Jubiläum der Elia-Kirche im Jahr 2018 entnommen.

Chronik

1391: Jahrhundertelang gab es in Langenhagen nur eine Kirche. Erstmals im Jahre 1391 wurde ein Kirchherr zu Nyenhaghene (heutiger Name: Langenhagen) erwähnt. Es ist wahrscheinlich, dass zu dieser Zeit schon ein Gotteshaus hier gestanden hat.

1546: Nach Einführung der Reformation im Land Calenberg, zu dem Langenhagen damals gehörte, erhielt der Pfarrer von Langenhagen 1546 eine Schenkung der regierenden Herzogin Elisabeth zu Braunschweig und Lüneburg-Calenberg. Die Pfarrei wurde dadurch wirtschaftlich gesichert und unabhängig. Die Schenkung ist dokumentiert durch ein Schriftstück von Hieronymus Uhle, Pfarrer in Langenhagen von 1705-1744. Es wird dort neben der Beschreibung der rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Pfarrei auch jene Schenkungsurkunde erwähnt.

1945: Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl Langenhagens rasch an, im Wesentlichen durch den Zuzug vieler Menschen aus den deutschen Ostgebieten, und es war ein Gebot der Stunde, neue Kirchengemeinden entstehen zu lassen.

1956: Für die Emmaus-Kirchengemeinde, die erste Tochtergemeinde der Elisabethkirche am Sonnenweg im Süden Langenhagens nahe der Autobahn, wurde ein Gemeindehaus gebaut Der Bau der Kirche folgte 1961. 2018 wurde das Gemeindehaus neu gebaut.

1958: Nachdem es nun in Langenhagen mehrere Kirchengemeinden gab, mußte auch die bis dahin einzige Kirche des Ortes einen eigenen Namen bekommen. Der Kirchenvorstand beschloß, die Kirche nach ihrer Wohltäterin Elisabeth zu benennen. Engelbostel mit der Martinskirche wurde erst mit der Gebietsreform im Jahre 1974 in die Stadt Langenhagen eingegliedert.

1959: Am 1. März wurden der Ortsgemeinde Langenhagen die Stadtrechte verliehen. Da die Stadt immer mehr wuchs und einen örtlichen Mittelpunkt haben sollte, wurde ein Stadtzentrum zwischen Bothfelder Straße und Konrad-Adenauer-Straße geplant. Hier in der Stadtmitte sollte auch eine neue Kirche gebaut werden.

1962: Die Matthias-Claudius-Kirchengemeinde entstand in Krähenwinkel im Norden Langenhagens als zweite Tochtergemeinde der Elisabethkirche.

1964: Die St. Paulus-Kirchengemeinde wurde im Hindenburgviertel als Tochtergemeinde der Emmaus-Kirchengemeindegegründet, als diese sehr groß geworden war. Sie bekam ein Gemeindehaus und einen Glockenturm an der Hindenburgstraße. Der Bau der Kirche folgte erst im Jahre 2008.

1979: Die Elisabethkirche besaß ein Grundstück, das für den Bau einer Kirche in der Stadtmitte zur Verfügung stand Da dieses Grundstück aber nicht dort gelegen war, wurde im Hinblick auf den Bau eines Gemeindezentrums mit der Stadt Langenhagen über ein Tauschgeschäft verhandelt. Im Juli 1979 beschloß schließlich der Kirchenvorstand der Elisabethkirche, ein von der Stadt angebotenes Grundstück an der Konrad-Adenauer-Straße, 2.800 qm groß, im Tauschverfahren anzunehmen.

1981: Die Elisabethkirche war infolge des Zuzugs vieler Menschen wieder stark gewachsen und hatte inzwischen drei Pfarrbezirke. Wegen der zu erwartenden weiteren Zunahme der Anwohner in den Stadtgebieten Neue Bult und Stadtmitte beantragte der Kirchenvorstand der Elisabethkirche beim Landeskirchenamt die Einrichtung einer vierten Pfarrstelle. Zum 1. Juli 1981 wurde sie genehmigt.

1982: Am 11. Januar wurde der Architekt Professor Dieter Oesterlen aus Hannover mit der Planung des Gemeindezentrums beauftragt.
Im März wurden die Grenzen des vierten Pfarrbezirks festgelegt Er umfaßt die Stadtgebiete Stadtzentrum, Neue Bult und Silberseesiedlung.
Am 1. November ernannte Landesbischof Eduard Lohse Pastor Klaus Dörrie zum Pastor für den vierten Pfarrbezirk der Elisabeth-Kirchengemeinde.
Im Dezember wurde für den vierten Pfarrbezirk das Reihenhaus Hoppegartenring 119 in der Neuen Bult als Pfarrhaus angemietet.

1983: Am 29. Mai erfolgte die Amtseinführung von Pastor Klaus Dörrie in der Elisabethkirche als Pastor für den vierten Pfarrbezirk der Elisabeth-Kirchengemeinde.
Am 7. August fand der erste Gottesdienst des vierten Pfarrbezirks im Musiksaal des Schulzentrums an der Konrad-Adenauer-Straße 23 statt.
Am 19. August begann der Konfirmandenunterricht im Pfarrhaus.
Am 1. September nahm der Gottesdienstvorbereitungskreis seine Arbeit auf Er kümmerte sich um die Vorbereitung des Gottesdienstes im Schulzentrum und die Herrichtung des Saales. Mit Fertigstellung der Kirche war seine Arbeit beendet.
Am 6. November startete die Kinderkirche am Donnerstagnachmittag im Pfarrhaus.

1984: Am 29. Februar wurde der „Kirchbauverein der zu gründenden Ev.-luth. Kirchengemeinde Stadtmitte Langenhagen e.V.“ gegründet.
Im September wurden nach einem Seminar die ersten Hausbibelkreise gegründet.
Der Gebetskreis traf sich im Jahr 1984 zum ersten Mal.

1985: Am 2. Dezember beschloß der Kirchenvorstand der Elisabethkirche, der neuen Tochtergemeinde den Namen Elia zu geben. Dieser Namensvorschlag wurde beim Landeskirchenamt eingereicht und von dort genehmigt.

1987: Am 1. September war Grundsteinlegung für den Bau des neuen Gemeindezentrums mit Kirche und Gemeindehaus im Westen.
Zum 1. Oktober verfügte das Landeskirchenamt die Selbständigkeit der Elia-Kirchengemeinde.

1988: Am 27. November, dem 1. Sonntag im Advent, wurde die neue Kirche geweiht.

1992: Am 6. Dezember, dem 2. Sonntag im Advent, wurde der Gemeinde das Hängekreuz über dem Altar übergeben.

1995: Am 30. Juli wurden Glockenträger und Glocken in Gebrauch genommen.

1998: Am 29. November, dem 1. Sonntag im Advent, wurde der 2. Bauabschnitt eingeweiht. Damit verfügt die Elia-Kirchengemeinde über einen weiteren Gemeinderaum im Nordwesten und ein Gemeindehaus mit Büro, Archiv, Sakristei und Konferenzraum im Osten.